Wir stellen Ihnen das Projekt Rettungsanker Kiel vor.

Kennen Sie oder Ihre Kinder schon den Rettungsanker Kiel? Um Kindern und jüngeren Jugendlichen im öffentlichen Raum in akuten Notsituationen direkte Hilfe und Unterstützung zu bieten, hat die Landeshauptstadt Kiel im Jahr 2008 gemeinsam mit dem Ev.-Luth. Kirchenkreis Kiel, dem Christlichen Verein zur Förderung sozialer Initiativen und der Arbeiterwohlfahrt (Kreisverband Kiel) das Projekt „Rettungsanker Kiel“ ins Leben gerufen.

Rettungsanker Kiel

Flächendeckend werden Anlaufstellen angeworben, um ein Hilfsnetzwerk für junge Menschen zu bilden. Die Orte, an denen Hilfe angeboten wird, werden durch das Symbol vom „Rettungsanker Kiel“ gekennzeichnet (eine kleine weiße Hand, die auf hellgrünem Hintergrund nach einem roten Anker greift). Die Anlaufstellen sind u.a. Arztpraxen, Kindergärten, Büros, Ladengeschäfte oder Apotheken. Um das Projekt den Kindern bekannt zu machen, wurden in den letzten Jahren nach und nach immer mehr Schulen „ins Boot geholt“, die mit den Kindern die Rettungsanker-Rallye machen. Bei der Rallye können die Kinder Stempel sammeln und lernen so die Anlaufstellen kennen.

Rettungsanker Kiel
Rettungsanker Kiel
Rettungsanker Kiel
Rettungsanker Kiel
Rettungsanker Kiel

Sei es eine Verletzung, die Angst vor möglichen Verfolgern oder der Verlust der Begleitperson: die Ansprechpartner_innen kümmern sich um eine direkte Hilfe oder Unterstützung. Sie verständigen bei Bedarf die Angehörigen des Kindes oder die Polizei.

Den Kindern die Hemmschwelle zu nehmen, sich an Personen zu wenden und um Hilfe zu bitten, die Verbesserung der Kinderfreundlichkeit, ein verbesserter Schutz von Kindern in der Öffentlichkeit, die Sensibilisierung für nachbarschaftliche Verantwortlichkeit und das Wecken von sozialer Verantwortung in den Stadtteilen sind Ziele des Projekts.

Bereits im Jahr 2014 wurde eine Umfrage bei den Anlaufstellen durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass in einem Zeitraum von 6 Monaten, verteilt auf die über 200 Anlaufstellen in Kiel, 102 Kinder die Anlaufstellen des Rettungsankers mit ganz unterschiedlichen Problemen aufgesucht hatten. Informieren Sie Kinder und jüngere Jugendliche über das Projekt und erklären Sie, dass alle Kinder in Notsituationen in den gekennzeichneten Geschäften und Einrichtungen Hilfe erhalten können. Bei der Suche nach geeigneten Anlaufstellen können Sie behilflich sein, indem Sie zum Beispiel vertrauenswürdige Geschäftsleute auf das Projekt aufmerksam machen.

Mit Ihrer Unterstützung kann das Projekt erfolgreich sein!

Bei Fragen zum Projekt „Rettungsanker“ steht die städtische Koordinationsstelle zur Verfügung.

Text : Bieniossek · Fotos: Raphael Jahnke